Jesus hält, was er verspricht

Jesus hält, was er verspricht

Ein Anspiel für Kinder von Andreas Erben, 1999

1. Szene

Autokauf (10-13jährige Kinder)

2 Kinder halten ein Schild hoch: "Autohaus und Jungwagen-Salon"

Herr Meier:

Ich bin Herr Meier. So sieht es aus:

Mein Superklasse Autohaus.

Ich führe neu und junge Wagen.

Was brauchen sie?  Sie könn's mir sagen.

Schaun' sie mal her, hier sind die Listen.

Bei mir gibt's keine alten Kisten.

Nur beste Meier-Qualität

ist was auf diesem Grundstück steht.

Sei'n sie nicht schüchtern.  Komm' sie herein.

Herr Meier wird zu Diensten sein.

Frau:

Wir sind zu ihnen rausgelaufen,

und wollen hier ein Auto kaufen.

Mann:

Ja, so ist es.  Wir wolln' klar sagen:

Wir suchen einen gebrauchten Wagen.

Kind:

Es soll kein großer Schlitten sein,

aber kusch’lig, knallig und schönes Design.

Frau:

Ein Modell, mit dem man sich nicht blamiert,

sondern das einwandfrei funktioniert.

Herr Meier:

Natürlich! Sicher!

Das soll's noch geben,

mit mir werden sie ein Wunder erleben!


Meine Jungwagen werden sie entzücken,

ihr Leben verschönen,

sie völlig beglücken.


Hier dieser Nissan ist superstark

und kostet gerade 20.000 Mark.

Mann:

Schon gut, Herr Meier.

Der ist uns leider etwas zu teuer.

Herr Meier:

Natürlich! Sicher!

So ist's bei vielen Leuten.

Sie wollen nicht ihr Geld vergeuden.

Was soll ich sagen?  Sie haben Glück!

Da drüben steht ein gutes Stück.

Garagenwagen, viel PS,

mit Airbag und mit ABS.

Den könn' sie für die Hälfte haben,

damit sie sich nicht über mich beklagen.

Frau:

Oh, Mann, sieh nur, wie ist der schön!

Kind:

Der glänzt wie neu!

Mann:

Lasst mich mal sehn.

Herr Meier:

Und wenn sie woll'n, das wäre smart,

dann nichts wie los, zur Probefahrt.

2. Szene

Wahlveranstaltung (6-8jährige Kinder)

Wahlkundgebung, Politikerin und Wähler (mit Schildern wie "Kinder an die Macht, Nieder mit den Tüten - Freiheit für die Gummibärchen, Limonade statt Wasser, Keine Hausaufgaben mehr" ...)

Politikerin:

Ihr Leute, hört mal alle her!

Der Bundeskanzler bringt nichts mehr.

Wir brauchen eine neue Kraft,

die was bewegt und nicht erschlafft.

1. Wähler:

Wir wollen keine Mehrwertsteuer.

Das Leben ist schon viel zu teuer.

Politikerin:

Lasst mich nur die Regierung lenken,

dann werde ich die Steuern senken.

2. Wähler:

Ich sage dir, ich will zu Hause

statt Leitungswasser Leitungsbrause!

Politikerin:

Heute noch sind es Ideen,

doch morgen wird es schon geschehen!

Nach jeder Militärparade,

fließt aus den Brunnen Limonade!

2. Wähler:

Ich mag die Frau und ihre Sicht.

Sie hält bestimmt, was sie verspricht.

1. Wähler:

Damit es besser wird im Leben

lasst uns der Frau die Stimmen geben.

3. Szene

Trauung (8-10jährige Kinder)

Pastor:

Mein liebes Brautpaar, werte Gäste,

ich grüße euch zu diesem Feste.

Von fern und nah seid ihr gekommen

und habt euch heute frei genommen,

denn Roland und Veronika

steh'n heute vor dem Traualtar.


Veronika, du bist nun hier

und wagst den Schritt vom "ich" zum "wir".

Ihr Beiden, ihr habt Grund zum Lachen,

ihr wollt euch wirklich glücklich machen.


So will ich denn vor Allen fragen

ob ihr bereit seid, "Ja" zu sagen,

in guten wie in schlechten Tagen

einander lieben,

einander helfen,

einander tragen.

Bräutigam:

Ich will für immer bei dir sein,

du bist mein Schatz, nur du allein.

Ich möcht' von nun an mit dir leben

und heute hier mein Jawort geben.

Braut:

Ich weiß genau, wie es geschah,

beim ersten Mal, als ich dich sah.

Es war kurzer Augenblick,

du sahst mich an, es machte klick.

Ich - deine Frau, ich kann's nicht fassen,

ich werde dich niemals verlassen!

Ein großer Traum wird heute wahr,

ich sage "Ja", das ist doch klar.

Pastor:

Von nun an seid ihr Frau und Mann,

nun fang' die Flitterwochen an.

Fotograf:

Ja, bitte weiter lächeln, lachen,

ich will nur schnell ein Bildchen machen.

Brautvater:

Wir haben lang genug gesessen.

Auf geht es nun, zum Hochzeitsessen!

4. Szene

Gebrochene Versprechen

Mann:

Ich komm' grad vom Mechaniker.

Der sagt, das Auto macht's nicht mehr.

Der Motor ist ganz ausgejackelt,

ein Riss im Tank, das Lenkrad wackelt.


Die Garantie ist abgelaufen,

ich kann das Ding als Schrott verkaufen.

Frau:

Wie sagte Herr Meier -

"das soll's noch geben,

mit mir werden sie ein Wunder erleben!"


Der hat das Geld uns rausgeleiert

und uns ganz mächtig angemeiert.

1. Wähler:

Die neue Bundeskanzlerin

hat bloß ihr eig'nes Glück im Sinn.

Der Schlendrian im Land geht weiter,

mehr Steuern braucht der Eurofighter.

Bräutigam:

Die Treue hatte sie versprochen

und hat sie doch so schnell gebrochen.

mein Herz tut weh, der Kopf ist schwer,

der Tag ist grau, mein Leben leer.

Christ:

Ich habe eben mitgehört,

was euch im Innersten beschwert.

Ihr hattet euch was aufgebaut,

nach vorn geschaut und nicht misstraut.


Dann hat es seinen Lauf genommen,

was ihr erhofft, ist nicht gekommen.

Nun seid ihr traurig und empört

und wollt, dass keiner euch mehr stört.


Ich habe selbst in meinem Leben

der Bitterkeit schon Raum gegeben.

Ich habe oft mich selbst bedauert,

mich abgeschottet, eingemauert.


Doch fand ich eine neue Sicht

durch einen biblischen Bericht.

Die Leute in den alten Tagen,

die stellten schon die gleichen Fragen.

5. Szene

Die Frauen erzählen von der Auferstehung Jesu

(nach Markus 16, 1-8; Lukas 24, 1-11)

(8-10jährige)

Die Frauen sind altertümlich gekleidet, mit Umhängen, Kopfbedeckungen etc.


Maria:

"Mit mir beginnt die neue Zeit",

hat er gesagt, "es ist soweit,

Gott fängt jetzt an, sein Reich zu baun,

lädt alle ein, ihm zu vertraun."

Doch, was wir alle nicht gedacht,

geschah - er wurde umgebracht.

Ein Freund hat sich dann aufgerafft,

den Toten in ein Grab geschafft.


Wir wollten ihn noch einmal sehn,

ihn salben und dann wieder gehn.

Wir gingen hin - ein Riesenschreck! -

das Grab war offen, Jesus weg!

Johanna:

Erst starb der Herr auf Golgatha,

dann war der Tote nicht mehr da!

Wir standen da, ganz fassungslos,

und fragten uns, was tun wir bloß?

Salome:

Mein Herz begann wie wild zu schlagen,

auf einmal hört' ich Engel sagen:

"Ihr denkt, er liegt in Todesbanden,

doch ist er heute auferstanden."

Christ:

Auch wenn ihr denkt, das gibt es nicht,

ich weiß, was Jesus uns verspricht,

das wird auch in Erfüllung gehn,

er lässt uns nicht im Regen stehn.

Die ganze Kindergruppe singt zum Abschluss "Immer und überall"von Daniel Kallauch